Theatertage

Die Kinder waren aus dem Häuschen, als  Bülent Ceylan als neuer Schirmherr die Theatertage der Weinheimer Grundschulen mit einer Videobotschaft eröffnete.

Es war wieder einmal ein mitreißendes Theaterfest, „Zukunftsvisionen“ hieß das Motto und das Freisetzen von Kreativität der Kinder war das Ziel. Sprudelnde Ideen der kleinen Künstlerinnen und Künstler, in Form gebracht von sechs wunderbaren Schauspielern und Theaterpädagogen, begeisterten das Eltern- und Kinderpublikum im voll besetzten Musiktheater der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

Sechs Klassen aus vier Grundschulen und dem SBBZ der Zweiburgen-Schule hatten in einem dreitägigen Workshop mit Theaterpädagogen wieder einmal die Möglichkeit, ihrer Fantasie und ihren Vorstellungen von der Zukunft freien Lauf zu lassen und danach „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ zu zeigen, was dabei entstanden ist.

Die zweite Klasse der Carl-Orff-Schule ließ sich von einem Bilderbuch „Ausflug zum Mond“ verzaubern. Bei einer Klassenfahrt auf den Mond begegnen die Kinder dort Aliens, und werden fast dort vergessen. Doch das „Fliegende Klassenzimmer“ bringt alle doch noch wohlbehalten zur Erde zurück.

Die Kinder der zweiten Klasse der Theodor-Heuss-Grundschule erträumten sich eine bunte grenzenlose Zukunft voller Süßigkeiten und einem liebevollen Miteinander, in der Unmögliches möglich wird. Die Schülerinnen und Schüler waren völlig in ihre Rollen eingetaucht, als sie sich wie Königin und König fühlen und ihre Wünsche äußern konnten.

Auch die Klasse 3b der Friedrich-Grundschule schaute in die Zukunft. 2050 sollte es die perfekte Schule geben. Nur zwei Schulstunden täglich, eine perfekte Lehrerin und eine Rektorin, die stets für jedes Kind ein offenes Ohr und die richtige Lösung parat hat.

In der 3a der Friedrich-Grundschule sollten Maschinen der Zukunft ersonnen werden. Dazu wurde mit allerlei Alltagsgegenständen wie Frühstücksbrettchen, Löffel oder Schuhkarton zu Maschinen zusammengebaut, die helfen sollten, die Welt besser zu machen

Auch im SBBZ der Zweiburgen-Schule fieberten die Kinder der vierten Klasse auf den Tag auf der großen Bühne entgegen. Getragen von einem Stück aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ hatten sie sich in eine Sturmszene aus der Odyssee begeben. Der Windgott Aiolos hatte alle ungünstigen Winde in eine Flasche gesperrt. Doch eines Nachts machen sie sich in der Flasche bemerkbar und wirbel alles durcheinander…

Ganz besondere Zukunftsvisionen hatte die vierte Klasse der Wald-Schule. Die Menschen können sich anhand von gedankengesteuerten grünen Kugeln teleportieren. Reisen zum Mars und noch entfernteren Planeten sind im Handumdrehen möglich. Dort gibt es einiges zu entdecken. Den Soundtrack  und die sphärischen Klänge zu dieser Zukunftsvision ersingen sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Boden liegend mit sonoren Tönen dabei einfach selbst.

Am Ende gab es tosenden Beifall für alle Beteiligten.

Frau Hoger bedankte sich auf‘s Herzlichste bei den Kindern für einen tollen Theaternachmittag, den Lehrerinnen und Lehrern sowie den „Theaterleuten“ für ihr Engagement während der Wokshops, für die finanzielle Unterstützung bei der Volksbank Weinheim Stiftung und bei Bülent Ceylan, der als Schirmherr zwar nicht vorort sein konnte, aber für die Kinder einen Videogruß geschickt hatte. Eines ist sicher: auch er wäre begeistert gewesen.

Ein großes Dankeschön, begeistertes Lob und eine langstielige Rose gab es für die Lehrkräfte und Künstlerinnen und Künstler, für Monika Endriß einen großen Blumenstrauß für eine tolle Idee und neun Jahre exzellente künstlerische und organisatorische Leitung der Theatertage. Herzblut halt.

 

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