Rolf-Engelbrecht-Preis

Im November 2012 verliehen die Stadt Weinheim, die Bürgerstiftung Weinheim und die Freudenberg Stiftung erstmals den vom Gemeinderat im November 2011 beschlossenen Rolf-Engelbrecht-Preis. Dies in Erinnerung an den ersten gewählten Oberbürgermeister Weinheims nach dem Zweiten Weltkrieg, der sich In seiner Amtszeit besonders für Völkerverständigung und Toleranz eingesetzt hat.

Der Rolf-Engelbrecht-Preis wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet Weinheimer Einzelpersonen und Initiativen aus, die sich vorbildlich für eine demokratische Stadtgesellschaft einsetzen, in der Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ihrer kulturellen und weltanschaulichen Vielfalt gleichberechtigt zusammenleben können. Der Preis ist mit 3.000 € dotiert.

Der Rolf-Engelbrecht-Preis 2018 ging an die Gründerinnen und Hauptorganisatoren des Mittagstischs, Ingeborg Blöchle, Gertrud Oswald, Ruth Alber, Pastor Christian Pestel, Pfarrer Dr. Stefan Royar stellvertretend für den Arbeitskreis christlicher Kirchen in Weinheim. Die Ehrung wurde vorgenommen von Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard, Dr. Adalbert Knapp von der Bürgerstiftung und Sarah Fuchs von der Freudenberg Stiftung.

Für die Verleihung des Preises 2016 an den Runden Tisch Demenz in der Person Dieter Gerstners entschied sich die Jury, weil diese Arbeit für die gesellschaftliche Integration von großer Bedeutung ist. Zunehmend wird die Problematik Demenz und Migration an Bedeutung gewinnen. Außerdem wird die Arbeit ausschließlich ehrenamtlich geleistet.

2014 ging der Preis an den Arbeitskreis Asyl, einen Kreis von ehrenamtlich Tätigen, der sich seit über 30 Jahren um Flüchtlinge in Weinheim und Umgebung kümmert. Er baut Beziehungen zu den Menschen auf und hilft ihnen, sich in Deutschland ein Leben mit Perspektive aufzubauen.
Elfi Rentrop und Albrecht Lohrbächer nahmen die Ehrung als Vorsitzende des Arbeitskreises entgegen

Erste Verleihung des Rolf-Engelbrecht-Preises erhielt 2012 Maria Guerrero Gallego.

„Die heute 76-jährige Spanierin, die vor 46 Jahren mit ihrem Mann nach Deutschland kam, hat viele Jahre das Spanische Zentrum geleitet, war zwischen 1979 und 2011 Mitarbeiterin und „das Herz und das Gemüt” des Projektes Weinheim e.V., wie es Christian Petry, der ehemalige Geschäftsführer der Freudenberg Stiftung und Mitbegründer des Projektes, formulierte. Maria Guerrero Gallego habe in ihrem Leben ungezählten Einwanderern geholfen, in Weinheim Fuß zu fassen. ” „Ich freue mich”, bekannte sie sichtlich gerührt, „dass ich meinem Leben diesen Sinn geben konnte”.

Skip to content