„Mörderische Schwestern“ im Seniorenheim? Was zunächst ungewöhnlich klingt, sorgte in Weinheimer Senioreneinrichtungen für beste Unterhaltung. Zu den „Mörderischen Schwestern“ zählen auch die erfolgreichen Weinheimer Autorinnen Silke Ziegler und Ingrid Reidel. Sie sind Teil des Netzwerks der Krimiautorinnenvereinigung Mörderische Schwestern e.V., die seit einigen Jahren unter dem Motto „Gemeinsam gegen einsam“ Lesungen in Seniorenheimen der Region veranstaltet.
An drei Nachmittagen wurde beim „Leseabend am Lebensabend“ im Bodelschwingh-Heim Weinheim sowie im Haus Pamina Literatur lebendig. Die beiden Autorinnen lasen aus ihren aktuellen Werken und begeisterten die Bewohnerinnen und Bewohner mit spannenden, humorvollen und zugleich persönlichen Geschichten. Die Veranstaltungen boten nicht nur literarischen Genuss, sondern auch Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Übergabe eines Förderbetrags in Höhe von 1.200 Euro durch die Bürgerstiftung Weinheim. Deren Vorstandsvorsitzender Jürgen Osuchowski überreichte den symbolischen großen Scheck an die beiden Autorinnen. Mit der Förderung unterstützt die Bürgerstiftung das Projekt „Leseabend trifft Lebensabend“, das Literatur und persönliche Begegnungen in Weinheimer Senioreneinrichtungen ermöglicht. Insgesamt sind sechs Veranstaltungen geplant, drei weitere Lesungen werden in den kommenden Monaten stattfinden.
Die Bestsellerautorin Silke Ziegler las aus ihrem ersten Weinheim-Krimi „Die Nacht der tausend Lichter“ und präsentierte dabei auch eine Szene, die direkt im Bodelschwingh-Heim spielt. Ingrid Reidel, Gewinnerin des Deutschen Kurzkrimiwettbewerbs „Tatort Eifel“, sorgte mit einer humorvoll vorgetragenen Kurzgeschichte für viele Lacher. Darüber hinaus stellte sie eine Passage aus ihrem aktuellen Buch „Flotte Lotte“ vor.
